Laminat

Laminat ist absolut im Trend der Zeit und, neben Parkett und PVC, eines der am meisten in Baumärkten erworbene und in Häusern als Fussböden verlegte Material. Es hat weitgehend den früher führenden Teppichfussboden abgelöst und die Nachfrage nach Laminat ist nach wie vor ungebremst.

Die Bezeichnung Laminat stammt aus dem lateinischen „Lamina“ was soviel bedeutet wie „Schicht“. Laminat besteht aus mehrschichtigem, duroplastischem Kunststoff, welcher durch pressen und kleben von mindestens zwei Lagen entsteht. Durch kombinieren verschiedener Materialien können sich die Eigenschaften der Einzelmaterialien optimieren. Die Bezeichnung Laminat löste den früheren Namen „Schichtpressstoff“ ab und etablierte sich. Laminat wird nicht ausschliesslich zum verkleiden von Böden und Treppen verwendet, sondern ist auch in der Herstellung von Arbeitsplatten eine gebräuchliche Methodik.

Herstellung von Laminat

Bei der Herstellung von Laminat werden mehrere harzgetränkte Papiere unter Druck und einer bestimmten Temperatur miteinander verpresst. Beim Laminat werden folgende Schichten Verwendet: Ein Kern, welcher aus mehreren aus Phenolharz getränkten Papieren besteht wird von einer mit Melaminharz imprägnierten Dekorschicht bedeckt. Schliesslich wird zu oberst ein sogenanntes „Overlay“ verpresst, welches wiederum aus zwei durchsichtigen, mit Melaminharz getränkten Papieren besteht zwischen denen eine Korundschicht eingeschlossen wird. Auch die Verwendung von mit Korund gefüllten „Overlays“ besteht. Auf der Unterseite wird ein Gegenzug eingesetzt, welcher die Verbiegung des fertigen Werkstoffes minimiert. Zu den bekanntesten Herstellern gehören Krono, Classen und Alloc, um nur einige zu nennen, wobei es allein in Deutschland eine grosse Vielzahl an kleineren und grossen Produzenten gibt.

Laminat als Bodenbelag

Laminat wird als Bodenbelag in Nutzungsklassen unterteilt. Für eine private Nutzung ist auf die Kategorie NK 21-23 zu achten, welche diesen Anforderungen gerecht wird. Hergestellt werden Laminatbeläge ab einer Dicke von 6mm wobei eine ansteigende Dicke auch höhere Stabilität und einen höheren Laminat Preis mit sich bringt. Die Einführung von neuen Beschichtungstechniken erweiterten das Angebot im Laminatbodenbereich erheblich und führten auch zu Laminatpaneelen mit Oberflächenstruktur. Auch Laminat mit integrierter Trittschalldämmung ist zahlreich auf dem Markt vertreten und bietet, bei nicht zu unebenem Untergrund, eine Alternative zum separaten verlegen von Laminat Trittschalldämmung oder –matten.